Brexit | Der Brexit hat für Großbritannien einen hohen Preis

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Der Brexit hat für Großbritannien einen hohen Preis Brexit Großbritannien

Wie steht es um die britische Wirtschaft ein Jahr nach Austritt aus dem EU-Binnenmarkt? Schrumpfender Handel, Fachkräftemangel und Gezerre um Nordirland: Die Liste der Probleme ist lang. Von Imke Köhler.

Handel – deutlicher RückgangDabei hatte Boris Johnson etwas ganz Anderes versprochen. Der britische Premier war am 24. Dezember 2020 vor die Presse getreten, um die Einigung mit der EU auf ein Freihandelsabkommen zu verkünden. Es sei ein Deal, sagte Johnson, der Arbeitsplätze schützen werde, und”ein Deal, der unseren Unternehmen und Exporteuren ermöglichen wird, noch mehr Geschäfte mit unseren europäischen Freunden zu machen”. Das Gegenteil ist eingetroffen.

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Natürlich ist 2021 von der Corona-Krise überschattet worden. Aber der Think Tank”Centre for European Reform” (CER) hat untersucht, welche Einbußen allein auf den Brexit zurückgehen. Der Studie zufolge ist Großbritanniens Warenhandel durch den EU-Austritt deutlich geschrumpft: Er war im Oktober 2021 um knapp 16 Prozent geringer, als er es ohne Brexit gewesen wäre, und auch in den meisten Monaten davor lag der Einbruch im zweistelligen Prozentbereich.

Zu diesem Ergebnis passt auch die Aussage von James Sibley von der Federation of Small Businesses – einer Organisation, die kleine und mittlere Unternehmen vertritt. Sibley sagt über seine Mitglieder:”Von unserer Forschung wissen wir, dass ein Viertel der Exporteure den Export seit dem Ende der Übergangsphase eingestellt hat.” Die Übergangsphase endete am 31. Dezember 2020. Danach wurde der Brexit spürbar. Wie viele der Unternehmen den Handel mit der EU ganz aufgegeben haben oder ihn nach einer Pause wieder aufnehmen werden, muss sich noch zeigen. headtopics.com

Nordirland nach dem BrexitSeit dem Brexit verläuft zwischen Nordirland und der Republik Irland eine EU-Außengrenze. Damit die offen bleiben kann und der Frieden auf der irischen Insel nicht gefährdet wird, hat Nordirland einen Sonderstatus erhalten. Dort gelten für Waren weiterhin die Regeln des EU-Binnenmarktes, und die Zollgrenze, die es eigentlich zwischen Nordirland und Irland geben müsste, wurde in die Irische See verlegt.

Damit müssen nun aber Waren, die von Großbritannien – dem britischen Kernland – nach Nordirland gebracht werden, deklariert und kontrolliert werden, weil sie von dort aus über die offene Grenze nach Irland und damit in den EU-Markt gelangen könnten. Diese Warenkontrollen, die das Nordirland-Protokoll regelt, haben zu Lieferengpässen und neuen Spannungen in Nordirland geführt. Ein Teil der nordirischen Bevölkerung befürchtet, vom Rest des Königreichs abgeschnitten zu werden. Die britische Regierung verhandelt derzeit mit der EU über weitgehende Änderungen des Protokolls.

Nordirland – Sonderstatus mit FolgenDer Brexit hat auch die Warenströme innerhalb des Vereinigten Königreichs verändert. Dem Verband Manufacturing NI zufolge, der in Nordirland rund 5500 Herstellerfirmen vertritt, beliefert jedes vierte britische Unternehmen Nordirland nicht mehr. Der Aufwand ist zu groß, denn jetzt müssen Waren, die von Großbritannien nach Nordirland transportiert werden, durch den Zoll. Das kostet Zeit und Geld. Die nordirischen Unternehmen erhalten damit zum Teil keinen Nachschub mehr aus Großbritannien oder müssen für ihn mehr bezahlen. Ein klarer Wettbewerbsnachteil.

Auf der anderen Seite profitieren die nordirischen Unternehmen aber davon, nicht nur Zugang zum britischen Markt, sondern nach wie vor auch freien Zugang zum EU-Markt zu haben und damit”das Beste aus zwei Welten”. Die veränderten Umstände haben dazu geführt, dass der Ost-West-Handel mit Großbritannien zurückgegangen ist, während der Nord-Süd-Handel mit Irland boomt. Stephen Kelly, Chef von Manufacturing NI, sagt:”Die Exporte von Nordirland nach Irland sind um 60 Prozent gestiegen, und das zu einer Zeit, in der die britischen Exporte in die EU um 16 Prozent geschrumpft sind.” headtopics.com

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