Warum die Linkspartei einen chancenlosen Kandidaten nominiert

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Warum die Linkspartei einen chancenlosen Kandidaten nominiert Linkspartei Bundespräsident

Seine Kandidatur gilt als chancenlos, aber die Botschaft ist klar: Mit Gerhard Trabert schickt die Linkspartei einen Mann mit klarem sozialpolitischen Profil ins Rennen um das höchste Staatsamt. Von Uwe Jahn.

Ranke-Heinemann, Sodann, ButterweggeEs hat eine gewisse Tradition, dass die Linkspartei eigene Kandidatinnen oder Kandidaten ins Rennen um das Bundespräsidialamt schickt. Schon 1999 setzte sie sich von den anderen Parteien mit einer etwas pittoresken Personalie ab: Uta Ranke-Heinemann, non-konformistische Theologin mit durchaus linken Positionen, die vor allem als origineller Talkshowgast bekannt gewesen ist, hatte keine Chance gegen Johannes Rau. 2009 hieß ihr Kandidat Peter Sodann. Der Schauspieler, bekannt unter anderem als”Tatort”-Kommissar, hatte zuvor mit einer Äußerung für Aufsehen gesorgt, wonach er den Chef der Deutschen Bank verhafte wolle. Zum Bundespräsidenten gewählt wurde Horst Köhler.

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2017 nominierte die Linke den Politologen und Armutsforscher Christoph Butterwegge. Butterwege hatte sich gegen die Sozialpolitik der Agenda 2010 und damit gegen die Hartz-Reformen stark gemacht und den Neoliberalismus verurteilt. Er unterlag dem jetzigen Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier.

Nominierung ohne StreitAuf die Nominierung Traberts für das höchste Amt im Staat sollen sich die beiden Parteivorsitzenden Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow mit der Führung der Bundestagsfraktion geeinigt haben.Als die Linke den letzten ihr verbliebenen Ausschussvorsitz im Bundestag zu vergeben hatte, war es noch zu internen Streitigkeiten und einer Unterschriftenkampagne gegen den Vorschlag der Fraktionsführung gekommen. Sie hat sich mit Klaus Ernst, einem ehemaligen Parteivorsitzenden und Gewerkschafter, gegen die Klimaschützer in der eigenen Partei durchgesetzt. headtopics.com

Diesmal scheint es wenigstens eine Einigung zwischen Parteispitze und Fraktionsführung gegeben zu haben. Es soll wohl ein Symbol dafür sein, dass da doch noch was geht. Im vergangenen Jahr erhielt Trabert für sein Engagement als Sozialmediziner und Obdachlosenarzt den Mainzer Medienpreis für”Nachhaltiges mediales Wirken”. Vielleicht kann die Linke davon profitieren. Der Kandidat hat zwar keine Chance. Aber die Partei muss sie nutzen.

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Guter Mann, setzt sich für die Unterprivilegierten ein 👍🙂

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